Christus, die Mitte der Welt

Michael BrachtWer unsere Sankt-Petri-Kirche betritt, dessen Blick wird unwillkürlich hin zu dem gekreuzigten Christus geführt. Diese Gegebenheit wird durch die Installation „Christus, die Mitte der Welt“, die in der diesjährigen Passionszeit zu sehen ist, noch verstärkt.

EsChristus die Mitte der Welt geht um das Zentrum unseres Glaubens: Christus, der sein Leben aus Liebe gab für uns und die ganze Welt; wobei der Kreis das Ewiggültige, Rot die Farbe der Liebe und des Blutes und Gold die Farbe des Göttlichen symbolisieren. So ist mit dieser kleinen Veränderung (am besten zu sehen vom Mittelgang auf halber Strecke zum Altar) das Geheimnis unseres Glaubens noch einmal verdichtet.

Es wird deutlich: Jesus Christus ist nicht nur eine historische Person und sein Tod nicht nur ein historisches Ereignis, sondern das Kreuzesgeschehen ist ein kosmischer Kristallisationspunkt, durch den alles ist, was war, ist und sein wird, und auf den hin alles zur Vollendung strebt. Wie Paulus schreibt: „In ihm (Christus) wurde alles geschaffen …, das Sichtbare und das Unsichtbare; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.“ (Brief an die Christen in Kolossä, Kapitel 1, Vers 16).

Herzlich grüßt Sie, liebe Leserinnen und Leser,
Ihr Michael Bracht, P.



Michael Bracht,
„Christus die Mitte der Welt“,
Installation 2018/19