„Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser schönen Sommerzeit“

Michael BrachtDas lässt sich leicht nachvollziehen. Denn in der Tat: Freude ergreift alle Menschen, die Schönheiten der Natur erleben können und zugleich sehen, wie alles wächst und gedeiht, was sie im kommenden Jahr nähren und laben wird.

Und über allem steht eine warme Sonne, die alles aufstrahlen lässt und milde bescheint.

Paul Frau am FensterGerhardt hat das alles sehr anschaulich 1653 in seinem Sommerlied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ beschrieben. Zum Glück kann man so eine schöne intensive reifende Sommerzeit auch noch in manchen Ecken unserer gegenwärtigen Natur sehen und erleben.

Kein Wunder also, dass für den, der dies wahrnehmen kann und weiß, dass er das Wachsen und Gedeihen nicht selber machen kann, eine tiefe Dankbarkeit und Freude aus seiner Wahrnehmung erwächst.

So wird es ihm nicht schwerfallen in den dankbaren Jubel dieses Liedes einzustimmen, für den der Liedkomponist August Harder zu Beginn des 19.Jahrhunderts die so bekannte volkstümliche Melodie geschaffen hat, so dass nun alle Welt gerne in den Jubel einstimmt.

Eine schöne Sommer- und Ferienzeit wünscht Ihnen allen,
Ihr Michael Bracht, P.



Gemälde: Caspar David Friedrich: Frau am Fenster, 1822